2015 – Himmelsreisen – Einblicke in den Alevitischen Ritualtanz

https://vimeo.com/marcelklapp/himmelsreisentrailer

Der Film Himmelsreisen gibt Einblicke in den „Ritualtanz” der Aleviten, einer Religionsgemeinschaft aus Anatolien. Während ihnen in ihrem Ursprungsland der Türkei bis heute die rechtliche Anerkennung vorenthalten wird, gelten sie in Deutschland seit 2007 offiziell als Religionsgemeinschaft nach dem Grundgesetz. Da die Geschichte des Alevitentums sowohl im Osmanischen Reich, als auch in der Türkischen Republik, von Marginalisierung geprägt ist, haben die Gläubigen takiye praktiziert – das Verstecken des eigenen Glaubens zum Selbstschutz.

Erst 1989 wurde takiye in Hamburg mit einer öffentlichen cem-Zeremonie gebrochen. Semah ist der Höhepunkt der Zeremonie, in der die Teilnehmer danach streben, die Einheit (birlik) mit Gott (hak) zu erlangen.
Himmelsreisen vereint zwei Perspektiven auf den semah. Tuğçe ist eine junge Dame die mit ihrer Folklore Gruppe Bremen Hubyar Semahı Ekibi öffentlich auftritt, İskender ein älterer Herr aus einer Geistlichen-Familie, der seinen ersten semah noch im Dorf in Anatolien gegangen war. Beide geben persönliche Einblicke in ihr Erleben der alevitischen Ritualpraxis.
Himmelsreisen zeigt anhand eines zentralen Elements des Alevitentums auch Interpretationen und Auslegungen des „Ritualtanzes“ mit Bezug auf die Verortung in der deutschen Gesellschaft. Semah ist seit 2010 durch die UNESCO als Immaterielles Kulturelles Erbe der Menschheit anerkannt.

International Award of Merit . International Film Festival for Visionary, Religion and Spirituality, Indonesia.

Kommentare sind deaktiviert.